Ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Seit April 2002 hat die VFG Rendsburg eigene Clubräume. Diese wurden im Medienzentrum Rendsburg eingerichtet. Dort steht uns neben einem großen Raum für die Projektionen auch ein Zimmer zum Schneiden von Videomaterial zur Verfügung. Selbst eine kleine Küche ist vorhanden.
Unser erster Clubabend war ein voller Erfolg. Nicht nur, dass ganz viele Mitglieder erschienen waren, um die neuen Räume zu inspizieren. Nein, zusätzlich gab es auch noch jede Menge zu essen und zu trinken. Zum Filme gucken sind wir an diesem Abend gar nicht mehr gekommen. Aber bei unserem nächsten Treffen wird wieder "hart gearbeitet".
An einem neu eingerichteten digitalen Schnittplatz können Clubmitglieder und solche, die es werden wollen, mit oder ohne Anleitung ihre Videoaufnahmen bearbeiten. Damit ist ein wichtiger Schritt für die Nachwuchsarbeit getan..

Schnittseminar für Neueinsteiger
Neueinsteigern wird unter fachlicher Anleitung gezeigt, wie das gedrehte Rohmaterial zu einem vorführbaren Film verändert wird. Die Teilnehmer können hierzu das eigene Material mitbringen. Zunächst werden die brauchbaren Aufnahmen herausgesucht. Unbrauchbare Einstellungen (Bilder verwackelt, unscharf, falsch belichtet, schlechter Ton etc.) wollen wir im fertigen Film nicht mehr haben.
Zusätzlich werden Tipps gegeben, wie man Fehler künftig vermeiden kann. Wie kommt ein "roter Faden" in einen Film? Wie werden die brauchbaren Bilder zusammen gestellt? Wie vertone ich einen Film? Muss ein Film immer einen Kommentar haben?
Der Film bekommt einen ansprechenden Titel. Effekte (Überblendungen etc.) werden ebenfalls (sparsam) in den Film aufgenommen. Zum Schluss wird der Film auf Videoband oder DVD ausgespielt und kann von den Teilnehmern mitgenommen werden.
Als Termin für die Veranstaltung ist Sonnabend, der 12. November. 2005 von 9:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr vorgesehen. Ggf. ist aber auch ein anderer Termin nach Absprache möglich.
Die Schulung findet in den Clubräumen im Medienzentrum, Berliner Straße 4 in Rendsburg statt. Parkplätze sind reichlich vorhanden.
Die Kosten betragen 25 €.
Da die Unterweisung sehr personalintensiv ist, stehen nur wenige Plätze zur Verfügung. Eine telefonische Voranmeldung ist daher zwingend erforderlich. Ulf Kalkschmidt, 04331 669629
Bericht über das Schnittseminar am 12.11.05
In unserem Club machen wir uns seit einiger Zeit Gedanken über die Werbung neuer Mitglieder. Daher führten wir erstmals ein öffentliches Schnittseminar durch. Auf einen Artikel in der Tageszeitung hatten sich sieben Interessenten gemeldet. Alles was sie mitzubringen hatten, war ihre Kamera, die als Zuspieler dienen sollte und einen Film (vorzugsweise einen Urlaubsfilm).

Da war der Aufwand seitens des Clubs schon ein anderer. Insgesamt mussten acht Schnittplätze eingerichtet werden (auch ein Clubmitglied wollte die Gelegenheit nutzen, um seine Schnittkenntnisse zu erweitern).
Am Ende hatten wir die erforderliche Ausrüstung zusammen (drei ältere Casa I, einen hochwertigen Mac-Schnittplatz, Geräte der Mitglieder und zwei neue Avio-DVD, die uns von unserem Händler, Johann Schirren aus Bovenau, kostenlos zur Verfügung gestellt worden waren).

Auch an das leibliche Wohl hatten wir gedacht. Für das Mittagessen wurden Salate und Würstchen vorbereitet, heiße und kalte Getränke zur Verfügung gestellt; für den Nachmittag standen Kuchen bereit.
Gegen acht Uhr begann der Aufbau. Viele Geräte wollten in unsere Räume getragen werden. Zum Glück hatten wir mehr Kabel mitgenommen als wir eigentlich dachten, dass wir sie brauchen würden. Irgend ein Kabel fehlt nämlich immer! Als alles an seinem Platz stand, war es 9:30 Uhr, der Startzeitpunkt für das Seminar. Die Teilnehmer hatten sich inzwischen alle eingefunden und wurden auf die einzelnen Plätze verteilt.

Es begann mit einer kurzen theoretischen Einführung, die durch Filmbeispiele illustriert wurde. Danach ging es an das Einlesen der Videobänder in die Schnittcomputer. Vorgabe war, dass am Ende ein Film mit einer Länge von ca. 3 - 4 Minuten herauskommen sollte.
Danach wurde das Material aufgeteilt, was insbesondere an den Plätzen längere Zeit in Anspruch nahm, an denen noch alte Casa I standen oder die Teilnehmer analoges Material mitgebracht hatten.

Dann begann die Qual der Wahl. Welche Szenen sollen in den Film, wie lang soll die Szene sein, wie macht man einen Titel?
Für alle diese Fragen standen die Clubmitglieder zur Verfügung. Leider waren wir nur fünf "Trainer" für acht Plätze. Dennoch konnten wir alle sehr intensiv betreuen. Einige Teilnehmer waren so begeistert, dass sie die vorgegebene Filmlänge außer Acht ließen und deutlich längere Werke schufen.

Gegen 17:00 Uhr, dem offiziellen Ende der Veranstaltung, war erst ein Film fertig geschnitten. Wir wollen aber noch mehr. Schließlich sollte jeder Teilnehmer eine (bedruckte) DVD in einer Hülle mit bedrucktem Einleger mit nach Hause nehmen. Dafür waren Bilder aus dem jeweiligen Film zu ziehen.
Auch das Brennen stellte noch ein Problem dar, da nicht alle Geräte über einen Brenner verfügten und das Material erst auf die moderneren Geräte überspielt werden musste.

Nachdem der letzte Teilnemer seine DVD eingepackt und eine Urkunde über die erfolgreiche Teilnahme in Empfang genommen hatte, stand noch der Abbau der Geräte und das Aufräumen der Küche auf dem Programm. Gegen 20:00 Uhr konnten wir erschöpft aber zufrieden das Licht ausmachen.
Wir hoffen sehr, dass wir mit unserer Veranstaltung nicht nur Wissen über den Filmschnitt vermittelt haben, sondern dass auch der eine oder andere Teilnehmer den Weg zu unseren Clubabenden findet.
Am 14.02.2007 verstarb plötzlich und unerwartet unser ehemaliger Clubleiter der VFG Rendsburg, Harald Kuck, im Alter von 74 Jahren.

Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Clubs im Jahre 1962 und war bis zuletzt mit dem Club verbunden, auch wenn er aus Krankheitsgründen in der letzten Zeit nicht mehr zu den Clubabenden kam.
Harald Kuck war eine Persönlichkeit, den jeder in Filmerkreisen kannte. In unzähligen Wettbewerben war er ein gern gesehener Juror, denn er konnte wie kein anderer Stärken und Schwächen eines Filmes erkennen, ohne verletzend oder kränkend zu sein. Sein Spezialgebiet war die Musik, der er nebenbei viel Zeit widmete.
Für die Landeswettbewerbe stiftete der Rendsburger Club unter seiner Leitung die „Goldene Filmspule“, ein Wanderpreis, der jährlich für den besten Film des Wettbewerbs verliehen wurde. Diese Goldene Filmspule ist auch heute noch der begehrteste Preis in Schleswig-Holstein.
Im Jahre 1982 gründete er mit anderen Filmern den Schleswig-Holsteinischen Landesverband (SHLFA) und trennte sich damit von der Region Nord. Gleichzeitig übernahm er für viele Jahre das Amt des Jurybeauftragten, bis er aus Krankheitsgründen das Amt in andere Hände legte.
Ein großes Anliegen war ihm immer die Weiterbildung der Filmautoren und Juroren. Er organisierte viele Seminare in ganz Schleswig-Holstein, um zu schulen und uns Filmern die Augen zu öffnen. Wehe, wenn im Film ein Mensch über einen Sandweg ging und in der Nachvertonung Schritte auf dem Asphalt zu hören waren! Seinem geschulten Ohr entging dieser Fehler nicht!
Immer an seiner Seite war seine Frau Brunhild, ohne die man ihn nie sah. Leider verstarb sie im letzten Jahr ganz plötzlich in Hitzacker, wo die beiden jedes Jahr an den Konzerten der Alten Musik teilnahmen, die eine weitere Leidenschaft der beiden war. Es konnte schon mal passieren, dass der Filmclub an zweite Stelle rückte, wenn die Musikwoche nahte.
Für seine großen Verdienste um den Amateurfilm verlieh der Regionsleiter Willi Arntz ihm die Goldene Ehrennadel des BDFA im Jahr 1974.
Dass unser Club in Rendsburg so erfolgreich in Schleswig-Holstein und im Bundesgebiet ist, haben wir in großem Maße Harald zu verdanken. Er hat uns viele Jahre mit seiner großen Erfahrung und seinem Wissen geholfen, und wenn er im Club sagte: „Der Film wird seinen Weg machen“, dann konnte man sicher sein, dass das auch stimmte.
Wir werden ihn und seinen Rat sehr vermissen.
Ute Riecken
Der 51. Landeswettbewerb in Heide - Ergebnisse
Am Sonnabend, den 17. März 2007 fand der 51. Landeswettbewerb der Film- und Videoamateure in Schleswig-Holstein statt.
Die Platzierungen und Weitermeldungen aller Filme können hier eingesehen werden.
Bericht über den 53. Landeswettbewerb von Ute Riecken
Am 1. März 2008 war es wieder so weit:
Der 53. Landeswettbewerb für Film und Video des BDFA Schleswig- Holstein fand zum 11. Mal in der Realschule in Nortorf statt. Für die Rendsburger ein Heimspiel – diesmal aber mit vertauschten Rollen:
Die Film- und Videoamateure Kiel waren dieses Mal für den Ablauf verantwortlich – die Technik übernahmen die Rendsburger als erfahrenes und eingespieltes Team.
Für Schleswig-Holstein eher ungewöhnlich waren in diesem Halbjahr 19 Filme gemeldet worden. Ein Zeichen dafür, dass die Kreativität in unserem schönen Land ungebrochen ist. Vom Spielfilm bis zum Reisefilm war fast jede Sparte besetzt, und die Zuschauer hatten viel Spaß, die Filme zu sehen. Jeder Film war auf seine Weise interessant und sehenswert, auch wenn nicht jeder einen der begehrten Plätze erringen konnte.
Genau so schön (oder fast) war der Tag, den wir miteinander verbringen konnten. Alles klappte hervorragend, die Verpflegung war sehr gut, die Computer- und Casablancatechnik war wie in jedem Jahr umlagert, und so konnte man das stürmische nasskalte Wetter getrost vergessen und sich in die cineastische Traumwelt versetzen lassen.
Und hier sind die Preisträger:
Die Goldene Filmspule und den BDFA-Preis für den besten Film erhielt Wolfgang Schydlo aus Ahrensburg für seinen Dokumentarfilm „Elena“ über eine junge Geigerin. Der Film wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Doku.
Auch einen ersten Preis erhielt Lothar Sack aus Lübeck für seinen Dokumentarfilm „Dieterich Buxtehude – Musik für die Ewigkeit“. Der Film schildert das Leben des berühmtem Organisten Dietrich Buxtehude in Lübeck. Der Film wird auf dem Bundeswettbewerb Doku zu sehen sein.
Einen zweiten Preis errang Nico Bossen aus Flensburg für seine vergnügliche Zwiesprache mit „Leo, der Wurm“. Wir lernten eine Menge über Regenwürmer.Der Film wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Tier- und Naturfilm .
Stefan Renneberg aus Rendsburg errang für seine Reportage „Portrait einer Künstlerin“ einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Reportage. Er begleitete eine Kleinkünstlerin auf ihrem schwierigen Weg, die Leute auf der Straße zu unterhalten. Der Film bekam außerdem den Publikumspreis.
Nicht einmal eine Minute Film – und doch zum Schreien komisch! Dieter Kobrock aus Rendsburg brachte mit seinem Spielfilm „Verkehrskontrolle“ alle Zuschauer zum Lachen. Das bescherte ihm den Prisma- Wanderpreis für einen besonders humorvollen Film.
Susanne Raucka aus Rendsburg bekam für ihren Videoclip „Jugendband aus Flintbek“ einen dritten Preis und die Silberne Schere für den besonderen Schnitt.
Eine Hochzeit einmal ganz anders – das zeigte uns Holger Becker aus Lübeck in seinem Film „Le Mariage“ . Durch Zeitlupe und Zeitraffer trennte er das Wesentliche einer Hochzeitsfeier vom Unwesentlichen. Er bekam einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Fantex.
„Schattensprache“ hieß die Reportage von Ulf Kalkschmidt aus Rendsburg, der uns eine Ausstellung über die Gebärdensprache der gehörlosen Menschen zeigte. Mit aufgesetztem Gehörschutz wurde dem Besucher der Ausstellung die Möglichkeit gegeben, in totaler Stille zu lernen, wie Verständigung durch Gebärdensprache möglich ist. Der Film erhielt einen dritten Preis und wurde zur Reportage weitergemeldet.
Peter Bech aus Glückstadt erhielt für seinen Dokumentarfilm „Simran K.- Ein Portrait“ einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Doku. Er begleitete eine Frau, die die Gewaltfreie Kommunikation lebt und lehrt.
Elisabeth Krafft aus Ahrensburg erhielt für ihren Film „Ein alter Zaun“ eine lobende Anerkennung für die besondere Idee und Umsetzung ihres Filmes. In einer Allegorie setzte sie die Beschwerden alter Menschen mit einem verfallenden Zaun gleich.
Ute Riecken
Rendsburger Filmer auf Bundesebene erfolgreich
Die Filmer des Videoclubs Rendsburg waren auf Bundesfilmfestivals erfolgreich. Eine Bronzemedaille auf dem Familienfilmfestival erhielt der Film „Drachen fressen Angst“ von Ute und Peter Riecken, der das Thema Gewalt in der Familie aufgreift. Eine weitere Bronzemedaille erhielt die Reportage „Porträt einer Künstlerin“ von Stephan Renneberg, der eine Straßenkünstlerin begleitet hat. Ebenfalls mit Bronze ausgezeichnet wurde „Schattensprache“ von Ulf Kalkschmidt, eine Reportage über die Ausstellung im Rendsburger Provianthaus. Mit diesen Auszeichnungen ist der Rendsburger Videoclub wieder einmal der erfolgreichste schleswig-holsteinische Verein auf Bundesebene.
Wer kennt sie nicht, die kauzigen, einfältigen Charaktere aus Frühstück bei Steffanie. Steffi, die Inhaberin eines kleinen Bistros, die alles kennt von Andrea Berg bis zum Teleshoppingsender. Udo, der Besserwisser, der keine Gelegenheit auslässt, sich zu blamieren. Herr Ahlers, früher bei der Post, sorgt dafür, dass Ruhe und Ordnung herrschen und nicht zuletzt Opa Gerke und sein Kreuzworträtsel ... mir fehlt noch ...
Schon in der ersten Jahreshälfte wollten wir uns dem Thema Gemeinschaftsfilm widmen, aber irgendwie kamen wir nicht so richtig in Gange. Dann der Durchbruch: Stephan und Susanne, unsere beiden kreativen Mitglieder aus Kiel, kamen mit dem Vorschlag, das Frühstück bei Steffanie mit einer eigenen Geschichte zu verfilmen.
Da mussten wir auf einmal alle wieder ganz schön kreativ werden. Aber als der Klubabend vorbei war, hatten wir das Rahmengerüst der Geschichte. Dann sollte vorab schon einmal geklärt werden, wo der Drehort sein sollte. Zwei Dönergrills standen zur Auswahl, aber letztendlich entschieden wir uns für die Küche von Horst.
Um ein Gefühl für die Einstellungen und zum Text zu bekommen, machten wir am letzten Klubabend im Jahr Probeaufnahmen und wir merkten, dass noch Vieles nicht optimal gelöst war.